IDN-Domains / Umlautdomains

Na, ken­nen Sie das? Da tippt man frei Schnautze den Domain­na­men in die Brow­ser­zeile und schwupps ist der Umlaut mit drin. Geht doch nicht, fällt Ihnen wie­der ein — bei Domain­na­men und Email­adres­sen funk­tio­nie­ren doch Umlaute nicht. Doch, tun sie. Warum es aber bes­ser gewe­sen wäre, wenn es nie­mals sol­che Umlaut­do­mains (oder kurz  IDN) gege­ben hätte, lesen Sie hier.

Die Bean­tra­gung einer IDN Domain ist mitt­ler­weile kein Pro­blem. Oft­mals wird man aber schon wäh­rend des Regis­tra­ti­ons­pro­zes­ses stut­zig. Warum steht der Domain­name plötz­lich so kryp­tisch da? Für “grüne-wüste.de” steht da nun “xn--grne-wste-r9ae.de”. Das ist die Über­set­zung der Umlaute in ein maschi­nen­taug­li­ches For­mat. Und fortan müs­sen Sie diese Buch­sta­ben– und Zah­len­kom­bi­na­tion zumin­dest irgendwo ste­hen haben — Sie wer­den sie brauchen!

Spä­tes­tens wenn Sie Ihre neue Email­adresse info@grüne-wüste.de im Thun­der­bird Email­pro­gram ein­rich­ten möch­ten. Bis ein­schließ­lich  der Ver­sion 3.04 wer­den Sie sich ver­geb­lich abmü­hen — außer Feh­ler­mel­dun­gen wer­den Sie nicht eine ein­zige Email emp­fan­gen oder ver­sen­den können.

Nun — egal, sie wis­sen sich zu hel­fen und geben halt eine free­mail adresse an. Und von der schi­cken Sie ihren Freun­den in aller Welt nun stolz ihren neuen Domain­na­men. Auf­ge­regt war­ten Sie auf Post — doch, kei­ner ihrer Freunde in aller Welt kann ihre Domain aufrufen.Was ist schiefgegangen?

Sie haben schlicht kein “ü” auf ihrer Tastatur.

Es gibt Web­sei­ten, die Usern ernst­haft emp­feh­len, die Zei­chen­ta­belle zu bemü­hen und die nicht auf der Tastaur vor­han­de­nen Umlaute per Copy&Paste ein­zu­fü­gen. Mein Vorschlag: Sie könn­ten auch ein paar Umlaute auf Vor­rat in ihren Emails mit­schi­cken. :-)

Außer­dem muß ihr Besu­cher auch noch über einen IDN-tauglichen Brow­ser ver­fü­gen. Der Inter­net Explo­rer kann das bei­spiels­weise erst ab Ver­sion 7.0.

Toll nicht? Jetzt fra­gen Sie sich bestimmt schon, warum wer­den die Din­ger dann ver­kauft? Nun, aus dem glei­chen Grund wie auto­ma­ti­sche Apfel­schä­ler: es gibt immer wie­der Leute die sich so etwas  kaufen.

Nun, jetzt haben Sie aber die Umlaut­do­main. Was tun? Ganz ein­fach — Sie besor­gen sich außer­dem noch die (hof­fent­lich nicht belegte) Domain mit aus­ge­schrie­be­nen Umlau­ten (in unse­rem fik­ti­ven Bei­spiel www.gruene-wueste.de ). Da Domain­na­men rela­tiv preis­wert sind, dürfte das für jeden mach­bar sein. Im Kon­fi­gu­ra­ti­ons­menü der IDN-Domain lei­ten Sie alle Zugriffe und alle Emails auf die Domain mit den aus­ge­schrie­be­nen Umlau­ten um. Rich­ten dort ihre Email­adresse ein (info@gruene-wueste.de). Diese kön­nen Sie wie gewohnt in jedem Email-Client einrichten.

Nicht ver­schwie­gen sei, dass das Ankli­cken von Links auf  Sys­te­men die den Unicode-Zeichensatz unter­stüt­zen, kein Pro­blem darstellt.

ein paar Links zum Thema:

Denic
diese 92 Zei­chen wer­den unter .de unter­stützt
die “Erfin­der” — die IETF

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird niemals weitergegeben.Erforderliche Felder sind mit einem * markiert.