Nun ist er schon wieder über ein halbes Jahr her — der Urlaub auf La Palma. Eine wunderschöne Insel im atlantischen Ozean, die nordwestlichste der Kanaren. Ich habe euch hier einige Fotos bereitgestellt und werde sie nach und nach ergänzen. Vielleicht kann man sich so ja ein wenig über den Jahrhundertwinter retten und von einem warmen Frühling träumen…
Auch ein paar Tipps für den La Palma Urlaub werde ich hier zusammentragen.
Planung:
Eine gute Karte ist die Grundlage für einen gelungenen Urlaub — besonders wenn man das Urlaubsziel durchwandern möchte. Im Zeitalter von elektronischen Karten auf diversen mobilen Endgeräten scheinen die Papierpendants vom Aussterben bedroht zu sein. In der Realität ist man aber oft mit der Übersicht, die eine gute Faltkarte bietet, besser bedient.
Nachdem wir diverse Karten getestet haben, blieb eine mit großem Abstand übrig:
Die La Palma Karte von Freytag u. Berndt Wanderkarten im Maßstab 1:30.000
Der sehr gute Maßstab ermöglicht (im Gegensatz zu den Karten die in manchen Reiseführer stecken) eine detailierte Routenplanung. Die Karte ist so schön, dass wir sie vor dem Urlaub zu Hause aufgehängt haben. Die Legende ist nicht mit unzähligen sinnlosen Symbolen überfrachtet sondern auf die Bedürfnisse von Touristen abgestimmt. Das Papier fühlt sich stabil und flexibel genug an, um einen Wanderurlaub zu überstehen.
Deutschsprachige Informationen
Tagesaktuelle Informationen
Das “Wochenblatt” bietet Informationen für alle kanarische Inseln – eben auch für La Palma. Hier findet sich neben Politik, Kultur und Buntem auch interessante Infos für Touristen.
Die Kanarische Rundschau bietet ebenfalls halbwegs aktuelle Informationen für alle kanarische Inseln.
Verkehr
Flughafen
Der Flughafen Santa Cruz de La Palma liegt ca 8km von Santa Cruz entfernt nahe der Ortschaft Mazo. Von ihm gehen derzeit tägliche VerbindungenRichtung Madrid, Teneriffa und Gran Canaria. Außerdem wird wöchentlich El Hierro und Lanzerote angeflogen.
Die Fluggesellschaften Iberia und Binter Canarias steuern den Flughafen an. Er liegt fast auf Meereshöhe und schmiegt sich an die Küste an.
Aktuelle deutschsprachige Informationen findet man auf der Website des Flughafens
Manchmal — in Momenten, in denen die Gedanken sich von dem Grau-in-Grau des Alltags lösen und abschweifen — tragen sie mich zurück auf die Isla Bonita. Viele Erinnerungen an La Palma sind auch nach fast einem Jahr noch so lebendig, als wäre es gestern gewesen. Eine von ihnen ist es auf eine besondere Art und Weise: An vielen Orten, die wir auf La Palma entdeckt haben, hat uns der einzigartige Duft der Insel begleitet. Ein Duft, der mir noch an keinem anderen Ort zuvor begegnet ist und der für mich in unnachahmlicher Weise Sinnbild für die unberührte Natur und den Charakter der Insel geworden ist.
… in besonderer Erinnerung ist mir unser erster Ausflug in die Caldera de Taburiente geblieben. Mit allen Sinnen genießen — das trifft es ziemlich gut:
Sehen — das Licht, alle Farben erscheinen so viel intensiver als an anderen Orten. Der Himmel ist blauer, das Grün der mächtigen Kanarischen Kiefern im Talkessel wirkt im gleißenden Sonnenlicht wie das einer saftigen Sommerwiese umrahmt von den Gipfeln der Gebirgskette, an deren höchster Stelle der Roque de los Muchachos majestätisch in den Himmel ragt.
Hören — kaum ein Geräusch unterbricht an diesem Ort die Stille der unberührten Natur. Und fast entsteht das Gefühl, als komme die Welt hier zum Stehen.
Spüren — zumeist ist man gewöhnt seine Umgebung mit den Händen zu erfahren. In der Caldera erlebt man sie mit den Füssen. Es ist, als würde man mit jedem Schritt vom weichen Waldboden aufgefangen. Ein bißchen entsteht das Gefühl wie auf Wolken zu gehen — leicht wie eine Feder.
Riechen — das habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Nicht nur, weil es sich dabei um die intensivste, sondern wohl auch um die am schwersten in Worte zu fassende Erfahrung handelt. Immer dann, wenn wir aus dem luftigen Schatten der Kiefern in ein sonnenbeschienenes Stück Wald traten, war er plötzlich da — der Duft der Insel. Es war als könnte man ihn förmlich vom warmen Waldboden aufsteigen spüren. In ihm spiegelte sich alles wieder, was die Insel zu etwas ganz Besonderem macht: Das Aroma der mächtigen Kanarischen Kiefern, ein Hauch des rauhen und salzigen Atlantiks und der herbe und unglaublich vielseitige Duft von warmem Vulkangestein. Perfekt und für mich bislang einzigartig aufeinander abgestimmt, kann ich mich daran erinnern, dass ich auf unserem Weg durch Caldera irgendwann auf einem sonnigen Fleckchen stehenblieb, den Duft der Insel tief einatmete und mir wünschte, diesen tief in meinem Inneren bewahren zu können und niemals zu vergessen.